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Oberlandesgericht legalisiert Website-Plagiate

Via den I-Worker wurde ich auf einen Artikel von iBusiness aufmerksam gemacht, der als Titel hat: "Urteil: Oberlandesgericht legalisiert Website-Plagiate". Das Urteil ist (noch) nicht online zu finden, aber das Thema ist heiss genug.

Am 13.10.2004 wurde das Urteil online gestellt!

Zitiert von der iBusiness-Webseite:
Nach aktueller Rechtsauffassung - immerhin auf OLG-Ebene - muss kein Kunde mehr für Webdesign zahlen. Es genügt, eine fremde Webseite zu kopieren und das Logo auszutauschen.

Tatsächlich ist zu lesen, daß Webprodukte, die bislang durch das Urheberrecht geschützt sind, in diesem Urteil auf einmal offensichtlich ohne Probleme kopiert und widerverwendet werden dürfen, sogar durch den direkten Wettbewerb!

Wir reden über:
- komplette Website-Quelltexte
- Website-Grafiken
- Photocollagen
- Photos oder Grafiken, die mit dem Computer bearbeitet wurden

Ich muss zum Beispiel an den Artikel von letztes Jahr von Marcus Völkel denken: Making Of: The Plagiat. Beim OLG Hamm hätte er demnach keine Chance gehabt.

Unglaublich.

Wenn dieses Urteil nicht angefochten wird, sehe ich schwarz. Welcher Kunde ist dann noch willig für ordentliche Arbeit zu bezahlen? Zum Einen können Quelltexte und Bildmaterial "irgendwo" geholt werden, zum Anderen können bezahlte Quelltexte bzw. bezahltes Bildmaterial von Anderen ohne weiteres kopiert werden.
Und das gerade in einer Zeit, wo, in meiner ganz persönliche Meinung, endlich so langsam verstanden wird, daß nicht alles im Internet kostenlos zu bekommen ist. Dieses Urteil würde ein gigantischer Rückschritt bedeuten - mit erheblichen Folgen für den Web-Markt!

Willkommen im Internet-Steinzeit...
In der Zeit des Jagens und Sammelns fremden Materials...


Fussnoten
Vorab: Ich bin Laie und kann kein Gewähr über die Korrektheit oder Vollständigkeit des Inhaltes hier geben! Ich habe das Urteil nicht gelesen und kann nur wiedergeben, was mir zur Ohren gekommen ist!
- Das Urteil kam vom Oberlandesgericht Hamm
- Das Aktenzeichen vom Urteil ist: 4 U 51/04
- OT zu iBusiness: schade, daß man nur die Artikel lesen darf, wenn man Mitglied wird. Und 250 Euro für nur einem Artikel ist etwas viel, auch wenn es so Interessant wie dieses Urteil über Website-Plagiate ist...


Über diesen Beitrag:
"Oberlandesgericht legalisiert Website-Plagiate" wurde am 08. Oktober 2004 - 22:51 geschrieben und ins Netz gestellt. Es wurde seitdem 9991 Mal detailliert angeschaut. Mit 11 Kommentare hat dieser Beitrag ein Ziel-Erreichungsgrad von 0,11 Prozent. Die Erstellungsdauer dieses Textes beanspruchte 3136 Sekunden, während der eine mittlere Buchstabengeschwindigkeit von 0,846 Zeichen pro Sekunde erzielt wurden. Ferner beinhaltet dieser Beitrag den Buchstaben l in 97-facher Ausfertigung. Dies entspricht einer l-Dichte von 3,65 Prozent. Dieser Beitrag ist in der Kategorie Gänsefüsse und Technik und im Archiv von Oktober 2004 abgelegt worden und kann mit http://bloggitt.de/gebloggitt1129.html direkt verlinkt werden.


Druckversion von "Oberlandesgericht legalisiert Website-Plagiate"





Und das habt Ihr dazu zu sagen:
Detlef @ 08. Oktober 2004 - 23:26
nicht wahr, oder?

da waren wohl wieder \"experten\" am werk...

Birthe @ 08. Oktober 2004 - 23:31
Laut iBusiness ist es wahr. Sonst wäre es ein sehr schlechter Scherz. Da es heute nicht der 1. April ist, glaube ich mal, das es wahr ist.

Aber das Urteil möchte ich auch gerne noch lesen...

Wilfried J. Klein aus Heuchelheim bei Giessen (http://www.wilfried-j-klein.de) @ 08. Oktober 2004 - 23:48
das Bundesjustizministerium hat eine interessante Website zur Urhebersdebatte gelaunched :

http://www.kopien-brauchen-originale.de

Gruss, Wilfried

Birthe @ 08. Oktober 2004 - 23:58
Danke für den Link, Wilfried.
Wobei ich mir aller-ernstes Frage, ob das Urteil mit der Seite nicht wiedersprüchig ist?
Denn wieso braucht man Originale, wenn Kopieren scheinbar erlaubt sind?

---Das Urteil sollte her--- ;-)

Melody @ 09. Oktober 2004 - 09:56
wir sollten ALLE, aber auch wirklich alle eine Kopie der Webseite vom Oberlandesgericht auf unseren Servern haben.

Biggi (http://www.txt94.de/jobblog) @ 09. Oktober 2004 - 22:30
Melody - das ist eine gute Idee. Wir sollten das alle bloggen. Und alle schon mal eine Kopie ziehen.


Carola Hellmundt @ 10. Oktober 2004 - 20:20
Ich bin gerade dabei eine Schulung vorzubereiten über Recht im Webdesign. Was soll ich meinen Schülern jetzt über das Urheberrecht erzählen????

Birthe @ 13. Oktober 2004 - 16:01
Liebe Rechtsanwälte: bitte nutze meine Kommentarfunktion nicht für Werbung! Das Urteil ist Online und ist oben verlinkt - es ist kein Mehrwert wenn das Urteil zig mal auf zig RA-Portale veröffentlicht wird und hier verlinkt wird!
Auch das Verlinken zu einer Seite, wo der kostenpflichtigen Beitrag von iBusiness (was gegen deren AGB\'s verstößt) publiziert wurde, kann ich nicht erlauben!
Ich habe eure Einträge deshalb gelöscht.

Marc aus Lich (http://www.kowal-edv.com) @ 21. Oktober 2004 - 21:06
Das Urteil ist die Größte Herabsetzung der Informatik seit diese als Wissenschaft bezeichnet werden kann. Die Richter des OLG sind tatsächlich der meinung das "Jeder" der ein ".. Bild mit dem Computer verfremden will" (gemeint sind hell-dunkel effekte) dies auch, ohne weiteres können, tun kann... Also mir fehlt jedes Verständniss für diese Entscheidung...

Marc aus Lich (http://www.kowal-edv.com) @ 21. Oktober 2004 - 21:07
Es soll natürlich \"dies auch, ohne weiteres können, tun kann.
@Webmaster: Bitte ändere meinen Beitrag ab und lösche diesen danach...

Linktausch-Manu aus Trier (http://www.linkstausch.de) @ 23. Oktober 2004 - 17:24
es ist ein unterschied, ob jemand eine 0-8-15 seite kopiert und abändert oder ob eine 50000 euro produktion übernommen wird.

zudem sollte vom gesetzgeber ein prozentsatz festlegt werden, der die \"anzahl\" der änderungen festlegt, um nicht als plagiat zu gelten.




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